| Die Schützi |
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Oltner Tagblatt vom Freitag, 2. Oktober 2009 Ganz die Alte – und doch nicht Das umgebaute Kulturzentrum Schützi öffnete gestern Abend seine Tore Aussen ganz die Alte, aber innen: Da eröffnen sich neue Perspektiven, Spielräume und Arbeitsbedingungen. Die Schützi ist seit gestern Abend ein voll ausgestatettes Kulturzentrum. Die ersten Besucher goutiertens mit Anerkennung. Heute und morgen gibts den «Härtetest» mit zwei Konzertnächten. FABIAN SANER Nachtschichten gehören zum Alltagsprogramm von Kulturveranstaltern – meistens gehts umunappetitliches Wegräumen. Das Schützi-Kollektiv allerdings hatte in den letzten Tagen eine gleichermassen anstrengende wie dankbare Aufgabe: Pünktlich zur Wiedereröffnung des Oltner Kulturzentrums den Staub der Umbauarbeiten wegwischen und dann Einrichten, Dimmen, Testen, Häppchen bereiten, und – den Vorhang ziehen. Der Schlafentzug der Grossfamilie rund um Geschäftsführer Oliver Krieg hat sich in Form einhellig begeisterten Tenors ausbezahlt: Am grossen Hallo gestern Abend zwitscherten Besucher wie Schützi-Veranstalter, Stadtpräsident wie Am Rohbau der Alten Turnhalle hat sich nichts getan – umso mehr aber schon beim Eintrittsbereich, einer pinkigen Versuchung, die direkt zum neuen Foyer (ver-)führt. Eine Kehrung nach rechts und die architektonischen Leitplanken des Umbaus treten unmittelbar vor Augen: Modern und grosszügig an der hinteren Front die neue Bar, und gleich darüber der zweite Boden, die Galerie (die Idee dazu kam von Bro-Konzertmacher Ché Dietiker). Die Pissoirs sind ebenso verschwunden (Architekt Thomas Germann: «Manch einer wird sie vermissen») wie das enge Büro des Geschäftsführers, das – in die linke Seitenfassade eingebaut – nun hinter dunkler Geheilt vom «Kofmehl-Syndrom»? Der dritte Umbau des Oltner «Kultur-Leuchtturms» (Stadtpräsident Ernst Zingg) hat rund eine 1,1 Mio. Franken gekostet, wobei Stadt und Kanton sowie drei Stiftungen den Hauptharst tragen. Darin inbegriffen sind auch etliche kleine und grosse Verbesserungen des technischen Grundangebots: Mit den neuen «Lämpli» (Oliver Krieg) lassen sich veritable Konzert-Shows nun auch ohne tagelange Einrichtungs- und Umbaumühsal choreografieren – dazu trägt die motorisierte mobile Aufhängevorrichtung oberhalb der Bühne ebenfalls bei. Ein neues Hochregallager sowie modernisierte Künstler-Garderoben bringen mehr Platz und schaffen ein Ambiente, Das «Haus auf dem Schützenmettli» ist nun unwiderruflich ein Kulturzentrum – mit Ringen fürs Auge und Wandplatten für die Akustik, die noch aus Turnhallenzeiten stammen. Olten habe damit keinen Grund mehr, neidisch gen Westen aufs Solothurner Kofmehl zu blicken» – «wir haben hier etwas Besseres», so Ernst Zinggs Bilanz. Zwar seien nicht alle (Lärm-)Klagen über den Schützi-Betrieb gänzlich Der Abend bewies es gleich mit einer zweiten Premiere: Die Band der Late-Night-Show Nachtfieber startete mit prominenten Gästen am Mikrofon durch. Heute Abend macht Ché Dietikers Konzertprojekt Funk Food mit 70er-Perlen weiter. Morgen Samstag ist dann die Jugend mit Dancehall,Reggae und Hip-Hop an der Reihe. Ein Start nach Mass.
![]() GANZ DIE ALTE – UND DOCH NICHT Foto: HR. Aeschbacher
Die Schützi gestern Abend im neuen Innen-Look.
HERR DER LICHTER Foto: HR. Aeschbacher
Ein sichtlich begeisterter Oliver Krieg (Geschäftsführer)
liess die neuen «Lämpli» zur veritablen Licht-Show antreten.
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